Warmwasserkosten senken: Speichertemperatur und Zirkulationspumpe
Die Warmwasserkosten machen in vielen Haushalten einen erheblichen Anteil der jährlichen Betriebskosten aus. Dabei wird oft übersehen, dass zwei Stellschrauben besonders wirksam sind: die Speichertemperatur und die Laufzeit der Zirkulationspumpe. Wer hier nachjustiert, kann ohne Komfortverlust spürbar sparen.
Die Speichertemperatur liegt in vielen Anlagen bei 60 Grad Celsius oder mehr. Das ist aus hygienischen Gründen nicht immer nötig. Bei einer Frischwasserstation oder einem gut dimensionierten Speicher reichen oft 50 bis 55 Grad, um Legionellen vorzubeugen und gleichzeitig Wärmeverluste zu reduzieren. Jedes Grad weniger senkt die Bereitschaftsverluste des Speichers und entlastet den Kessel. Wer zusätzlich die Zirkulationspumpe nur dann laufen lässt, wenn Warmwasser tatsächlich gebraucht wird, vermeidet unnötiges Umwälzen. Eine Zeitschaltung oder ein Bedarfsschalter reicht meist aus. Wer sein Heizsystem ohnehin modernisiert, findet in den Beiträgen auf evt-pyrotechnik.de weitere Ansätze, um Wärme im Gebäude zu halten statt sie ungenutzt abzuführen.
Ein weiterer Punkt ist die Dämmung der Warmwasserleitungen. Unisoliert verlieren Rohre auf dem Weg zur Zapfstelle schnell mehrere Grad. Besonders in Altbauten mit langen Leitungswegen summiert sich das. Eine nachträgliche Dämmung ist günstig und in wenigen Stunden erledigt. Auch die Einstellung der Heizkurve spielt hinein: Wird der Kessel nur so heiß betrieben, wie es die Warmwasserbereitung erfordert, sinken die Verluste im gesamten System. Wer all diese Maßnahmen kombiniert, erreicht oft Einsparungen von 15 bis 25 Prozent bei den Warmwasserkosten.
Entscheidend ist, die Veränderungen zu messen. Ein Blick auf die Zählerstände vor und nach der Anpassung zeigt, ob die erwartete Einsparung eintritt. Wer unsicher ist, sollte einen Fachbetrieb hinzuziehen. Die richtige Einstellung von Speichertemperatur und Zirkulationspumpe ist kein Hexenwerk, erfordert aber ein Verständnis für das Zusammenspiel von Erzeugung, Verteilung und Nutzung.