Günstige Regale aufpeppen: Wandbefestigung, Sockel und Beleuchtung
Ein einfaches Regal von der Stange muss nicht wie ein Provisorium aussehen. Mit drei gezielten Nachrüstungen lässt sich selbst ein preiswertes Modell so aufwerten, dass es optisch mit deutlich teureren Lösungen mithält. Entscheidend sind dabei nicht die Materialkosten, sondern die Reihenfolge und die Sorgfalt bei der Montage. Wer zunächst die Wandbefestigung, dann den Sockel und zuletzt die Beleuchtung angeht, vermeidet doppelte Arbeit und kann jeden Schritt sauber abschließen.
Die Wandbefestigung ist der wichtigste Punkt, weil sie über Stabilität und Optik entscheidet. Ein freistehendes Regal wirkt schnell wackelig, besonders bei hohen Ausführungen. Zwei Winkel pro Seite, direkt in die Wand gedübelt und mit der Regalrückseite verschraubt, genügen in der Regel. Wer sein IKEA-Billy-Regal nachträglich sichern möchte, sollte auf passende Dübel für den Wandbaustoff achten und die Schrauben nicht zu tief versenken. Sichtbare Winkel lassen sich mit einer dünnen Leiste oder einem passenden Lack in der Regalfarbe kaschieren.
Ein Sockel hebt das Regal optisch vom Boden ab und schützt zugleich die unterste Reihe vor Staub und Feuchtigkeit beim Wischen. Einfache Kanthölzer, auf Gehrung gesägt und mit Winkeln von innen befestigt, erfüllen diesen Zweck. Wer es eleganter mag, kann einen fertigen Sockel aus dem Baumarkt verwenden und ihn auf die Regalbreite zuschneiden. Wichtig ist ein kleiner Abstand zur Wand, damit das Regal nicht direkt an der Fußleiste anliegt und sich beim Reinigen nichts verklemmt. Der Sockel sollte farblich entweder das Regal aufnehmen oder einen bewussten Kontrast setzen.
Die Beleuchtung ist der Schritt, der den größten optischen Unterschied macht. LED-Streifen unter den Fachböden oder eine schmale Lichtleiste an der Unterseite des obersten Bretts sorgen für indirektes Licht und lassen die Fächer tiefer wirken. Auf klebende Strips sollte man bei günstigen Regalen verzichten, weil die Oberfläche oft nicht haftet; besser sind Aluprofile mit Clips oder kleine Aufbauleuchten. Das Kabel lässt sich hinter der Rückwand oder in einem Kabelkanal entlang der Wand führen. Wer die drei Schritte in dieser Reihenfolge umsetzt, bekommt ein Regal, das nicht mehr nach Billigmodell aussieht, sondern nach einer durchdachten Einrichtungslösung.